Ein Tropfen aus Acryl pendelt über einer kalten Platte, während Projektionen seinen Weg durch Sedimente, Leitungen, Armaturen zeigen. Besucher drehen an einem großen Ventilrad und regulieren Fluss, Druck, Wartezeit. Wer schneller dreht, sieht Turbulenzen, die Energie kosten. Wer geduldig ist, erlebt klares, ruhiges Licht. Kinder zählen Sekunden, Erwachsene diskutieren Netzeffizienz. Am Ausgang gibt es eine Postkarte mit haushaltsnahen Spartipps und einem Feld für eigene Experimente.
Statt einer flachen Zeitleiste liegt ein begehbarer Teppich mit eingewebten Jahreszahlen und rauen, glatten, warmen, kalten Zonen. Jeder Schritt springt in ein Jahrzehnt; kurze Vignetten leuchten auf, erzählen Dürren, Renaturierungen, Innovationen. Die Körperlichkeit hilft, Dauer und Verzögerung zu spüren. Forschende ergänzen an Wochenenden aktuelle Messpunkte. Gäste kleben kleine Fäden, wenn sie persönliche Erinnerungen verknüpfen möchten. So entstehen kollektive Zusammenhänge, ohne jemandes Stimme zu dominieren.